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Obermarchtal

Ehemalige Prämonstratenser-Klosteranlage

Klosterkirche
Klosterkirche
Fasnet
Fasnet
Donau-Radwanderweg
Donau-Radwanderweg

Aus welcher Richtung Sie auch kommen, immer wird Ihnen zunächst die dominierende Klosteranlage mit ihren beiden Türmen ins Auge stechen. Schon Eduard Mörike geriet ins Schwärmen: „Ein Ort inmitten der schönsten Landschaft.“ Sie ist die einzige architektonisch in sich geschlossene, vollendete und komplett erhaltene barocke Klosteranlage Oberschwabens.
Von der Diözese Rottenburg-Stuttgart als Eigentümerin wird die Klosteranlage heute vor allem schulisch genutzt. Neben der Mädchenrealschule und dem Studienkolleg haben das Bildungshaus und die Kirchliche Akademie der Lehrerfortbildung Aufnahme gefunden. Mit Recht kann man deshalb wieder von einem geistig-geistlichen Zentrum in ländlicher Umgebung sprechen.

  • Münster mit frühbarocker Ausstattung von Vorarlberger Baumeistern
  • Zwei Orgeln von Johann Nepomuk Holzhey
  • Weißer Wessobrunner Stuck
  • Größtes historisches Gesamtgeläut in Baden-Württemberg mit 13 Glocken
  • Zahlreiche Altäre und Chorgestühl von Paul Speisegger
  • Kapitelsaal mit Eichengestühl von Andreas Etschmann
  • Sakristei mit beeindruckenden Schnitzarbeiten
  • Refektorium, auch Spiegelsaal genannt, hochrangiges Gemeinschaftswerk des Baumeisters Johann Caspar Bagnato, des Stuckators Francesco Pozzi und des Malers Joseph Ignaz Appiani

Das Museum Marchtal

Direkt vor dem Torbogen zur Klosteranlage befindet sich das Museum Marchtal. In ihm wird die Klostergeschichte vom Beginn im 8. Jh. bis zur Säkularisation und die Zeit danach präsentiert. Zu sehen sind einzigartige Exponate vom Meßgewand aus dem Stoff des Brautkleids der späteren Königin Marie-Antoinette von Frankreich bis zu den Werken des Schwäbischen Cicero, Pater Sebastian Sailer. Als Eingangsstation zur Klosteranlage weist es auch auf die weiteren Sehenswürdigkeiten und die Vielfalt des Kulturraums Obermarchtal hin.

Kirchenfeste, Kultur und Brauchtum

In besonderer Weise werden in der Gemeinde auch heute noch die Kirchenfeste gefeiert, Kultur und Brauchtum gepflegt. Fronleichnam und das Kirchenpatrozinium Peter und Paul, das mit einem mehrtägigen Dorffest des Musikvereins am letzten Juni-Wochenende gefeiert wird, werden in der Gemeinde in ganz besonderer Weise begangen.

Ein Höhepunkt in der Brauchtumspflege ist die Fasnet der Narrenzunft Obermarchtal. Mit ihren historischen Masken, die auf die Holzschnitzereien in der Sakristei zurückgehen, wird echte schwäbisch-alemannische Fasnet gefeiert.

Umfangreich ist das kulturelle Angebot in der Klosteranlage mit Konzerten im Münster und moderner Kunst unter dem Titel „Marchtaler Fenster“ im Innenhof des Klosters.

Sehenswerte Ausstellungen treffen Sie in der „Galerie im Petrushof“ und im Wasserkraftwerk Alfredstal unter dem Titel „MuM – Maschinen unterm Münster“ an.

Freizeit und Sport

Auf dem Donau-Radwanderweg Donaueschingen – Wien kommen Sie direkt nach Obermarchtal. Faszinierende Wander- und Radwege laden zum längeren Verweilen ein. An historischer Stätte: die Altenburg-Grillhütte, die über das Bürgermeisteramt gebucht werden kann.
Ein breit gefächertes Vereinsleben, Kindergarten, Grundschule, Sportanlagen und Kinderspielplätze machen die Gemeinde vor allem auch für junge Familien lebens- und liebenswert.

Sonstige Sehenswürdigkeiten

  • Naturerlebnispfad mit Start vor der Klosteranlage
  • Dorfkirche St. Urban, Obermarchtal, mit spätgotischem Chor
  • Pfarrkirche St. Sixtus, Reutlingendorf, 1603 erbaut
  • Historischer Soldatenfriedhof, einst „Friedhof der Fremden“
  • Keltische Viereckschanze und Grabhügel aus der Hallstattzeit
  • Schwedenhöhlen in Reutlingendorf